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Adventures in wintertime: snowboarden, skaten, icefishing

Was macht man, wenn es seit Mitte Dezember schneit, es beständige -20 Grad sind und der Fluss mind. 1 Meter dick zugeforen ist? Richtig. Man fährt Schlittschuh, oder in meinem Fall, versucht es ohne mehr als notwendig hinzufallen. Es gibt in Winnipeg eine ausgezeichnete Schlittschuhstrecke oder besser Schlittschuhstrecken, denn man kann sowohl den Assiniboine, als auch den Red River entlanggleiten. Ich im Schneckentempo, andere wiederum zischen an mir vorbei. Curling, Hockey, Ice painting. Wenn es nicht zu kalt ist, stellt das das Highlight eines jeden Wochenendausflugs für sämtliche Familien dar.

Bei größerer Kälte scheinen sich Winnipeger aber gern zu Haus zu verkriechen und dann gibt es nur die ‘Ausländer’, die sich erfolglos aufs Eis wagen um festzustellen, dass die Bahnen nicht von Schnee befreit wurden und so Skating unmöglich wird.

Dabei heißt es doch nur die Harten kommen in den Garten!

Im Schlittschuhlaufen erpropt, habe ich mich an das nächste Projekt herangewagt und bin bei einem Snowboarding- und Skitrip mitgefahren zum Holiday Mountain. Ich war äußerst überrascht, dass es ca. zwei Stunden von Winnipeg entfernt irgendwo in der Wildnis tatsächlich eine Berg- wir würden vermutlich eher eine Hügelkette sagen -vor mir auftauchte. Für einen absoluten Anfänger wie mich allerdings ideal!

Ich bin auch mutig immer wieder den Berg rauf und mehr oder weniger runter, dann wieder rauf und wieder runter…wie ein Stehaufmännchen. Irgendwann war ich aber so kaputt, dass ich mich nicht mehr konzentrieren konnte und endgültig das Board abschnallen musste. Leider habe ich es den Berg noch nicht ohne Hinfallen geschafft. Aber wie heißt es so schön? Aller Anfang ist schwer…

Über eine Woche taten mir verschiedenste Knochen weh und ich hatte mehrere blaue Flecken an den unterschiedlichsten Stellen. Aber trotzdem bin ich frohen Mutes, dass ich es irgendwann noch heile den Berg und ohne fallen hinunterschaffen werde. Spaß gemacht hat es trotzdem ohne Ende und dass sogar bei -45 Grad (was ich zum Glück erst hinterher erfahren hatte). Ich hatte mich zwar gewundert, warum ich immer so schnell so gefroren habe, dass ich in die Hütte zum Aufwärmen musste und dass immer nach ca. 10 Minuten, aber später leuchtete es mir dann ein.  Irgendwann waren übrigens auch meine Handschuhe steinhart gefroren und meine Sonnenbrille konnte ich auch nicht aufsetzen, da ich mein Gesicht mit meinem Schal vollständig bedecken musste, um mir nicht die Nase abzufrieren und mein Atem, der von innen gegen die Sonnebrillengläser schlug sofort gefror, so dass ich nichts mehr sehen konnte. Also lieber Schneeblind als erfieren!

Aber im Gegensatz zu anderen habe ich mir keine Frostbeulen geholt! Yippeh!!

Tja, und nun, am vergangenen Sonntag stand Icefishing auf dem Programm. In Lockport, einem beliebten Anglerort habe ich mein Glück versucht. Erneut als Anfänger und erfolglos. Entweder mochten die Fische mich, meinen Köder oder Frauen generell nicht, denn um mich herum wurde immer mal wieder was gefangen nur bei mir haben sie es noch nichtmal versucht!

Spannend war es trotzdem, denn wann erhält man schonmal die Gelegenheit sich so ein Ereignis anzuschauen? Kleine einfache Hütten auf dem Fluss gebaut, in denen sich ein Ofen und ein Loch zum Angeln befindet und wo sich die Männer gemütlich zusammen setzen, trinken, reden und angeln, geschützt vom Wind und im Trockenen. Diverse Autos, die auf dem Fluss hin und her fahren und riesige Bohrer mit denen die Löcher fürs Angeln geschaffen werden und natürlich Angler in dicker Wintermontur (mir wurde nach ner Stunde auch wirklich langsam kalt).

Was fehlt noch? Eigentlich Curling, Hockey und natürlich Skilanglauf. Aber Curling finde ich nicht so spannend (Leute die hinter einem Puck mit dem Besen herrennen…also saubermachen kann ich auch zu Hause), Hockey….ich kann ja kaum Schlittschuhlaufen und Skilanglauf, kein Geld für Skier.

Noch 6 Wochen, dann geht der Winter wirklich seinem Ende entgegen…es sei denn es kommen doch noch weitere Schneestürme.

Temperatur zurzeit: warme -23 Grad (haha)

Winter in Winnipeg und seine Folgen

Eigentlich sollte ich heute als Judge bei dem annual German language contest fungieren, bei dem verschiedene Deutschklassen aus diversen Schulen der Provinz und vor allem Mennoiten und Hütterer dabei sind. Aber der Winter in Winnipeg hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.

So habe ich mich heute Morgen (Samstag!!) um kurz vor 6 Uhr aus dem Bett gequält, da ich über eine Stunde brauche, um zum Mennoiten Schulzentrum zu gelangen. Ich bin also bereits mit meinem ersten Bus in Downtown angekommen, habe mir gerade einen Kaffee geholt, als mich Nicole anruft und fragt, ob ich schon wüsste, dass der Wettbewerb nicht mehr stattfindet. Offensichtlich wusste ich es nicht. Der Grund: außerhalb Winnipegs sind die Highways geschlossen, da Winnipeg und vor allem seine Umgebung heute Nacht von einem heftigen Blizzard wurde, der anscheinend abgeschwächt immer noch sein Unwesen treibt. Ich hatte zwar bemerkt, dass überall sehr viel Schnee lag und es sehr windete mit Schneeböen etc., aber in der Stadt bekommt man das Schlimmste eben doch nicht zu spüren. Die Hüttererkolonien sind aber eingeschlossen und alle anderen, die außerhalb Winnnipegs leben, kommen ebenfalls nicht weg.

Für mich bedeutete das nun, dass ich für einen kleinen Kaffee in die Innenstadt gefahren bin… Ich bin also mit dem nächsten Bus wieder nach St. Vital und habe von dort einen kleinen Morgenspaziergang nach Hause gemacht. Ist ja sehr gesund und war die Mühe wert, denn die Sonne ging grad auf und knietief durch den Schnee zu stapfen hat man auch nicht alle Tage.

Diejenigen, die es noch nicht wissen: ich liebe den Winter in Winnipeg! Winnipeger erklären mich zwar für verrückt, aber mir gefällt es jetzt viel besser als im August. In Oldenburg erlebt man ja nie einen echten Winter, aber hier: Schnee so weit das Auge reicht, immer Sonnenschein…außer es stürmt und schneit, eine angenehme Kälte und zugefrorene Flüsse auf denen man Kilometerweit Schlittschuh laufen kann. Und es gibt viel Kulturprogramm um die Leute bei Laune zu halten. So werde ich mir heute Abend wieder ein Theaterstück anschauen (American Buffalo by David Mamet) und nächste Woche Freitag fängt das Festival des Voyageurs an, bei dem die Straßen des franz. Viertels St. Boniface fast vollständig geschlossen werden und alle feiern. Es gibt viele Konzerte und andere Veranstaltungen, u.a. im alten Fort von Winnipeg. Ich bin schon sehr gespannt und werde natürlich berichten.

Außerdem werde ich am 19. für einen Tag einen kleinen Snowboardtrip unternehmen, um herauszufinden ob ich talentiert bin, oder es doch besser lassen sollte :-).

Ab dem 15. werde ich eine Woche frei haben, in der die Studenten Reading Week haben und schön pauken sollen…ob sie es auch wirklich tun ist eine andere Sache. Da ich zurzeit 2 Kurse und 4 Konversationskurse unterrichte, so dass ich jeden Tag gut zu tun habe, freue ich mich umso mehr über die kommende kleine Erholungspause :-)

Ansonsten habe ich mit ein paar Kolleginnen letzte Woche eine kleine Faschingsparty für Studenten und die deutsche Gemeinde in Winnipeg organisiert. Ich glaube es war ein Erfolg, zumindest dem Feedback nach zu urteilen, aber dafür auch unglaublich anstrengend. Was tut man nicht alles für seine Studenten ;-)

So, jetzt widme ich mich wieder meinem Buch, da ich ja nun so viel Zeit habe. Die Arbeit kann noch ein bisschen warten.
Was ich zurzeit lese? Nachdem ich ‘Mary, Queen of Scotland’ by Margaret George beendet habe (weiß jemand, ob sie und Elisabeth sich jemals getroffen haben?) habe ich ‘The Good Earth’ by Pearl S. Buck angefangen. Ich glaube es handelt sich dabei um einen Klassiker über das alltägliche Leben im alten China (erstmals 1931 publiziert). Der Anfang lässt hoffen. Ich bin gespannt….

Großartige Neuigkeiten

Am Sonntag dem 13. Januar 2008, um 13 Uhr mittags bin ich Tante eines unglaublich niedlichen Jungens namens Ole Finjan geworden. Ich bin überglücklich und traurig zugleich, da ich ihn erst im Mai besuchen kann.

Trotzdem Freudentänze aus dem verschneiten Winnipeg!!

mixed feelings

Ja, ja so ist das wenn man für Weihnachten nach Hause fährt und all die vielen tollen Sachen wieder entdeckt mit denen Winnipeg einfach nicht aufwarten kann: Fußgängerzonen, Parks ohne Straßen, man bezhalt an der Kasse tatsächlich was am Regal angegeben war, Busse mit Haltestellenansage und man braucht keine Stunde um irgendwohin zu kommen, Ikea, Zara, etc. und vor allem John.

Fazit: ich bin ein bisschen homesick, auch wenn ich sehr nett empfangen wurde und sich alle gefreut haben mich wiederzusehen und auch wenn ich gestern einfahc mal ’screw it’ gedacht hab und ns Kino gegangen bin um mir ‘Juno’ anzuschauen. Vermutlich nix für guys…aber für mich perfekt!

Aber: ich muss doppelt soviel arbeiten :-( yuacks! … und ich habe einen neuen 19 jährigen Mitbewohner, den ich noch nicht richtig einschätzen kann, der aber keinesfalls auch nur annähernd an good old Brians Charme herankommt.

Ach, ja und natürlich hat es in der ersten Woche 6 Tote gegeben (hauptsählich durch Messerstechereien). Langsam wird mir die Kriminalität hier unheimlich. Eine Freundin von mir erzählte mir letztes Jahr schon von zwei Morden in der Disko wo sie sich aufhielt: mitten auf der Tanzfläche und das andere Mal wurde direkt vor der Tür jemand erschossen! Wo the… bin ich hier eigentlich gelandet? Tatsächlich ist es mir immer ein bisschen unheimlich wenn ich abends downtown bin um umzusteigen….

Dafür liegt hier Schnee und es scheint wie sooft die Sonne. Ich muss mir also endlich Schlittschuh besorgen und will Langlaufski fahren …oder eher joggen ? hihi

Knutscher an alle

Und das ist erst der Anfang

kurzer Kommentar:

Durchschnittstemperatur am Tag: -16 Grad

Durchschnittstemperatur in der Nacht -20 Grad

Schneefall: täglich

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Räumfahrzeuge: I guess they exist but where? Heute war ich entsprechend zu spät zum Unterricht (obwohl ich sonst immer über eine halbe Stunde zu früh an der Uni bin), da mein Bus 45 Minuten Verspätung hatte, denn auf einer der am meisten befahrenen Straße in Winnipeg, dem Bishop Grandin Boulevard, gab es heute Morgen offensichtlich keine Räumfahrzeuge für den ganzen Schnee und auch jetzt, 12 Stunden später oder so sind die meisten der Hauptstrassen voller Schnee, der im Laufe der Nacht vermutlich gefrieren wird…. Aber die Winnipeger nehmen alles seeeehhhhrrr entspannt ;-)

winter has finally arrived…but how to survive it?

Nachdem ich in den letzten Wochen vergeblich auf Schnee und die prophezeite Kälte gewartet hab und sogar bereits ein wenig enttäuscht war, denn alle hatten mir hier gesagt, es würde ab Halloween (also Ende Oktober) Schnee liegen, nehme ich nun alles zurück.

Kaum war John am Samstag Mittag weg, lag bereits am nächsten Morgen Schnee! Und heute Morgen hat es erneut den halben tag dick geschneit und es waren zwischendurch bereits -18 Grad. Ich glaube zur Zeit sind es nur -14 Grad, aber als ich vorhin auf den Bus gewartet habe, fingen mir schon die Zehen und Finger an weh zu tun und ich fange langsam an mir Vorstellungen davon zu machen, wie es im Januar und Februar (den kältesten Monaten) werden wird. Oh, mein Gott! Am Sonntag kaufe ich mir erstmal eine Skihose und dicke Winterboots. Ich glaube ich werde meine komplette Garderobe austauschen müssen und mir vor allem Hosen besorgen müssen die nicht steif frieren.

Ich glaube wenn ich den Winter hier überlebe schockt mich nix mehr!

Liebe Grüße aus dem winterlichen eiskalten aber in der Sonne wunderschön glitzernden Winnipeg!

Johns und mein Zuhause

short news

Hey guys,

sorry, dass ich mich grad nicht mit dem Blog beschäftigen kann, aber seitdem meine Arbeit an der Uni begonnen hat bin ich den ganzen Tag dort am ackern und abends zu kaputt um mich noch länger an den PC zu setzen. Ich gelobe baldige Besserung!! Das Wetter ist hier zurzeit mehr als wankelmütig. Eine Woche war es bereits so kalt, dass ich mich gefragt habe wie ich dann erst den Winter überstehen soll und letzten Sonntag hatten wir plötzlich wieder schönstes Sommerwetter, gefühlte trockene sonnige 26 bis 28 Grad. Unglaublich!

Meine Studenten sind ganz nett, aber die meisten kommen von der Oberstufe, die hier (nach Aussage meiner Kollegen) mehr als schlecht sein soll: “Erwarte nicht, dass sie wissen was ein Verb oder ein Nomen ist und das Wort ‘lernen’ können sie noch nicht mal buchstabieren!”

Demenstprechend hatte ich bereits nach fast 2 Wochen meinen ersten Frustanfall und habe meine Klasse ein bisschen zusammengestaucht. Nächsten Montag schreibe ich erstmal einen schönen fiesen Vokabeltest. Mal sehen ob das eine nützliche Medizin ist, zumal sie dann auch nicht mehr aus dem Kurs ausdroppen können, da das nur bis Freitag geht. Hihi! Aber ich muss ihnen zugute halten, dass sie sich teilweise wirklich Mühe geben und nett sind…immerhin etwas. Und ich selbst bin eh nur ein Jahr hier, also…nach mir die Sinnflut? :-)

Sobald mir auch jemand mal endlich erklärt hat wie ich eine Fotoreihe auf meine Homepage packen kann, gibts übrigens interessante Fotos!

John (der seit 2 Wochen da ist) und ich waren am Sonntag nochmal bei Lower Fort Garry und diese Wochenende fahren wir zu einem Ort an dem sich die Wildgänse in Massen versammeln um gegen Süden zu fliegen.

Ach, ja! Ich muss jetzt auch noch den Deutsch - Klub organisieren, aber das wird hoffentlich richtig nett werden da alle Deutsch sprechen müssen.

In diesem Sinne: wenn ihr gute Ideen für mich habt, nützliche Internetseiten über Deutschland bzw. deutsche Kultur / Traditionen, immer her damit!

howdi!

Short review of latest events

Die letzten Tage sind so schnell verflogen und es ist soviel passiert, dass ich leider gar nicht dazu komme alles hier festzuhalten. Ein ausführlicher Bericht wird daher in den nächsten tagen zu den jeweiligen Ereignissen folgen. Hier nun aber ein kurze Übersicht. Dabei fällt mir ein: HELP! Wer kann mir sagen, wie ich Fotos als Slideshow hier posten kann? Ich hab mir flickr.com runtergeladen, aber weiß nciht wie es geht und ich will euch die fotos doch nicht vorenthalten!

Letzen Donnerstag habe ich mich so zum Beispiel auf eine kleine Erkundungstour begeben und mir den Exchange District angesehen. Ein Wirtschaftsboom (Gründe vermutlich Fellhandel > Beaverheats z. B. u.a .) hatte um die Jahrhundertwende zum 19. Jh. zu einem massiven Bau von Warenhäusern in diesem Bezirk geführt. Nach dem 1. Weltkrieg und schließlich mit der Wirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre kam das ebensoplötzliche Ende und ich glaube bis mind. in die 50er Jahre hat sich nichts mehr getan. Dementsprechend stehen auch heute noch die Überbleibsel aus der Zeit dort und dienen nunmehr als Filmkulisse vor allem für Filem die im Chicago der 1920er Jahre spielen sollen. tatsächlich galt Winnipeg als das Chicago des Nordens und ich hab auch schon das Gerücht gehört, dass es heute mit Wien verglichen wird. Warum weiß ich allerdings nicht. Vielleicht wegen des bombastischen Parlamentsgebäudes, aber das ist ja überall in Nordamerika bombastisch.

Auf jedenFall muss ich gestehen, dass ich trotz ausführlicher Lektüre nur halb so viel gesehen habe, wie dann am nächsten Tag, als mich der Head of my department, Myroslav, auf eine kleine Sightseeingtour mitgenommen hat. Er hat mir danne rst die wirklich interessantne Plätze gezeigt sowie die historische Stätte der Battle of the Seven Oaks (Red River Rebellion unter Louis Riel) und das Seven Oaks House Museum. Außerdem hat er mir die schlechten Gegenden Winnipegs gezeigt (the wrong side of the tracks) North End of Winnipeg. Ach, ja und wir haben im ältesten Hoteld er Stadt gefrühstückt: dem Fort Garry Hotel, dass zeitgleich mit der Eisenbahnstrecke entstanden ist. Es gibt hier zwei Eisenbahnstrecken auf denen aber außer Güterzüge so gut wie nix mehr fährt. Es ist schwer vorstellbar, dass zu Beginn alles mit der Eisenbahn oder zu Fuß oder mit den berühmten Red River Waggon erledigt wurde und jetzt keiner mehr mit den Zügen fährt. Dafür ist immer noch sichtbar, dass alles an den Eisenbahnschienen entlang entstanden ist. Nördlich dieser Strecken befindet sich dann auch nicht mehr so viel Besiedlung. Wenigstens 80% aller Kanadier leben angeblich südlich, zur Grenze in Richtung USA hin. Dass es übrigens hier eine so große deutsche und auch ukrainische Gemeinde gibt, liegt daran, dass besonders diese Gruppen sich durch hervorragende Kenntnisse auf dem Agrarsektor auszeichneten und hier Land erhielten, dass sie innerhalb von 5 Jahren bewirtschaftbar machen sollten. Wenn das nicht gelang, mussten sie ihr Land wieder abgeben. Ansonsten durften sie es behalten. Später kamen dann immer mehr Einwanderer auch aus anderen Gegenden und die siedelten sich verstärkt nördlich der Eisenbahnstrecke an. Von Beginn an etwas abfällig betrachtet, brachte dieses Viertel aber ein paar bekannte Künstler und Regiseure hervor. Später dann verfiel es mehr und mehr und nun finden sich dort vor allem die Native Canadiens wieder. Ich hab mir auch den alten Bahnhof dort angesehen, an dem alle Einwanderer früher ankamen. Unglaublich wenn man in der Halle steht und sich fast nichts verändert hat. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie es damals gewesen sein muss.

Weiter waren wir bei den Forks und später noch im Assiniboine Park wo sich auch der Zoo befindet. Und dann hab ich auch noch ein wenig des reichen Viertels der Stadt gesehen. Der alte Teil befindet sich in River Heights und der neue in einer Suburbian ähnlichen Gegend.

So, jetzt ganz kurz was noch alles ausführlicher die nächsten Tage berichtet wird: Freitag abend bin ich umgezogen und gleich auf eine Barbecue Party meines Mitbewohners mitgegangen. Samstag war ich dann shoppen für mein Zimmer (wow, ist das hier expensive!) und Sonntag gabs dann einen erneuten Ausflug, diesmal zu den Whiteshells (Seen, Seen und Seen, einer aus dem Einschlag eines Meteroiten entstanden, die Petroforms of Manitoba > Steffen, besonders für dich interessant! den ältesten Stau Manitobas zur Energieerzeugung und u.a. die Rainbow Falls) insgesamt wunderschön!

Morgen ganz früh gehts los auf einen Tagesausflug mit internationalen Studenten. Ich bin mal gespannt. Daher muss ich jetzt auch dringend aufhören und schlafen. Euch einen schönen guten Morgen!

Cambridge 355

Cambridge 355

Cambridge 355,

River Heights in Winnipeg